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In der Volksabstimmung vom 19. Mai 2019 hat das Volk das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) angenommen, welches per 1. Januar 2020 in Kraft treten soll. Mit der Steuerreform schafft die Schweiz ein international anerkanntes Steuersystem und gewährleistet gleichzeitig die fortgesetzte steuerliche Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Schweiz.

In der Volksabstimmung vom 19. Mai 2019 hat das Volk das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) angenommen, welches per 1. Januar 2020 in Kraft treten soll. Mit der Steuerreform schafft die Schweiz ein international anerkanntes Steuersystem und gewährleistet gleichzeitig die fortgesetzte steuerliche Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Schweiz.

Die Steuerreform bringt insbesondere die folgenden Veränderungen:

Abschaffung der besonderen Steuerstatus und privilegierenden Steuerpraxen

Die STAF bringt die Abschaffung der international nicht mehr akzeptierten besonderen Steuerstatus auf kantonaler Ebene (Holding, gemischte Gesellschaft und Domizilgesellschaft). Des Weiteren werden die Praxisregelungen betreffend die privilegierenden Steuerpraxen auf Bundesebene (Prinzipalgesellschaft, Swiss Finance Branch) aufgehoben.

Übergangsregelungen / Zweisatzmodell für Statusgesellschaften

Parallel zur Abschaffung der besonderen Steuerstatus wird im Sinne einer sanften Übergangsregelung obligatorisch das Zweisatzmodell auf Kantonsebene eingeführt. Demnach unterliegen die unter dem besonderen Steuerstatus entstandenen stillen Reserven (inkl. Goodwill) bei Aufdeckung nach Aufgabe des Status während eines Zeitraums von fünf Jahren einer gesonderten tieferen Besteuerung. Die Festlegung des anwendbaren Sondersteuersatzes liegt im Ermessen der Kantone. Den Kantonen steht es frei, diese Regelung – unabhängig von der Einführung der anderen Massnahmen der STAF – bereits vor Inkrafttreten der STAF einzuführen.

Alternativ können Statusgesellschaften in vielen Kantonen bereits nach geltender Praxis die stillen Reserven im Zeitpunkt des Statuswechsels steuerneutral aufdecken und je nach Kanton über fünf bis zehn Jahre steuerwirksam abschreiben (sog. «altrechtlicher Step-up»).

Patentbox

Die Steuerreform führt eine für die Kantone obligatorische Patentbox ein. Demnach wird der Gewinn aus Patenten und vergleichbaren Rechten auf kantonaler Ebene reduziert besteuert (Reduktion von max. 90%). Als für die Patentbox qualifizierende Patente gelten insbesondere auch ausländische Patente, während die vergleichbaren Rechte beispielsweise ergänzenden Schutzzertifikate und Topografien umfassen. Nicht in die Patentbox eingebracht werden kann unter anderem urheberrechtlich geschützte Software (ausser sie ist in einem Patent enthalten oder im Ausland patentiert).

Die Patentbox wird bereits heute von vielen europäischen Staaten angewendet und ist in dieser Form von EU und OECD akzeptiert. Darunter fällt insbesondere die von der OECD aufgestellte Anforderung des sog. modifizierten Nexusansatzes. Dieser besagt, dass Erträge aus qualifizierenden Rechten nur im Verhältnis des der steuerpflichtigen Person zurechenbaren inländischen Aufwandes für Forschung und Entwicklung (F&E) zum gesamten F&E Aufwand privilegiert besteuert werden dürfen.

Bei Anwendung der Patentbox wird in einem ersten Schritt der Erfolg aus qualifizierenden Immaterialgüterrechten (der sog. Boxenerfolg) ermittelt, auf welchen in einem zweiten Schritt der sog. Skalierungs-faktor (max. 90%) angewendet wird. Die Patentbox führt somit zu einer Reduktion der steuerlichen Bemessungsgrundlage, auf welche sodann der ordentliche Gewinnsteuersatz Anwendung findet.

Der Boxenerfolg wiederum setzt sich zusammen aus dem Residualgewinn, der nach Massgabe des modifizierten Nexusansatzes korrigiert wird. Bei der Ermittlung des Residualgewinns ist der Gewinn aus dem Produkt oder der gesamte Gewinn des Unternehmens Ausgangspunkt. Davon werden sodann alle Teile des Gewinns, die nicht in Verbindung mit Patenten und vergleichbaren Rechten stehen aus der Patentbox herausgerechnet. Was verbleibt wird mit dem Nexusquotient multipliziert. Es resultiert der Boxenerfolg.

Bevor die Patentbox erstmalig angewendet werden kann, müssen die entsprechenden F&E Aufwendungen der letzten zehn Jahre ordentlich versteuert werden (sog. Eintrittskosten). Mit anderen Worten werden sämtliche vor dem Eintritt in die Patentbox für ein qualifizierendes Immaterialgüterrecht steuerlich geltend gemachten Aufwendungen sowie ein allfälliger Abzug für F&E-Aufwendungen dem steuerbaren Gewinn zugerechnet. Die Kantone haben hier Gestaltungsspielraum, um einen sanften Übergang zu ermöglichen.

Zusatzabzug für Forschung und Entwicklung

Für in der Schweiz durchgeführte F&E-Aktivitäten (inkl. Auftragsforschung in der Schweiz), können die Kantone fakultativ einen zusätzlichen Abzug einführen. Dieser zusätzliche Abzug darf 50% des geschäftsmässig begründeten F&E Aufwandes nicht überschreiten. Aus administrativen Gründen beschränkt sich der Zusatzabzug auf die F&E Personalaufwendungen (dies umfasst Gehalt und Sozialversicherungskosten). Mit einem Zuschlag (Uplift) von 35% werden die übrigen F&E Kosten pauschal abgegolten.

Es ist zu beachten, dass der F&E-Auftragnehmer keinen Abzug geltend machen kann, wenn der Auftraggeber Anspruch auf den Abzug hat.

Eigenfinanzierungsabzug

Wenn im Kantonshauptort die effektive Gewinnsteuerbelastung durch Bund, Kanton und Gemeinde mindestens 18.03% beträgt, kann der betreffende Kanton fakultativ einen Zinsabzug auf dem Eigenkapital zulassen. Diese Voraussetzung wird voraussichtlich nur vom Kanton Zürich erfüllt.

Der Zinsabzug wird auf dem sog. Sicherheitseigenkapital berechnet, also demjenigen Teil des Eigenkapitals, der eine bestimmte, minimale Eigenkapitalunterlegung der Aktiven (sog. Kerneigenkapital) übersteigt. Bei der Berechnung des Sicherheitseigenkapitals nicht zu berücksichtigende Vermögenswerte sind Beteiligungen, nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte, Patente oder gleichwertige Rechte, aufgedeckte stille Reserven und Vermögenswerte im Zusammenhang mit Transaktionen, die zu ungerechtfertigten Steuerersparnissen führen (Anti-Missbrauchsbestimmung).

Der Zinssatz für das Sicherheitseigenkapital basiert auf der Rendite von zehnjährigen Bundesobligationen (~0,1%) oder auf dem Fremdvergleichszinssatz bei Forderungen aller Art gegenüber Nahestehenden. Der Eigenfinanzierungsabzug ermöglicht eine Senkung des Steuersatzes um bis zu 7%. Die entsprechende Verordnung für die Umsetzung wurde am 10. April 2019 im Entwurf publiziert.

Entlastungsbegrenzung

Die steuerliche Entlastung aufgrund Patentbox, Zusatzabzug für Forschung und Entwicklung sowie Eigenfinanzierungsabzug darf 70% nicht übersteigen. Falls der Kanton einen altrechtlichen Step-up zulässt, fallen die entsprechenden Abschreibungen auch unter diese Entlastungsbegrenzung. Die Kantone können eine geringere Ermässigung vorsehen.

Kapitalsteuerermässigung

Bereits heute rechnen einzelne Kantone die Gewinnsteuer juristischer Personen an die Kapitalsteuer an. Mit der STAF haben die Kantone nun zusätzlich die Möglichkeit, die Kapitalsteuer auf dem Eigenkapital, das auf Beteiligungen, Patente und vergleichbare Rechte sowie konzerninterne Darlehen entfällt, zu ermässigen.

Erhöhung der Dividendenbesteuerung

Um die wirtschaftliche Doppelbelastung zu mindern, unterliegen Einkünfte aus qualifizierenden Beteiligungen (d.h. Beteiligung von mindestens 10%) der Teilbesteuerung. Neu beträgt die Teilbesteuerung beim Aktionär auf Bundesebene mindestens 70% (bisher 50% bzw. 60%), auf Kantonsebene mindestens 50%. Diese Anpassung beim Anteilsinhaber steht in direktem Zusammenhang mit der erwarteten Gewinnsteuersenkung auf Gesellschaftsebene.

Weitere Massnahmen

  • Step-up bei Immigration: Steuerneutrale Aufdeckung der stillen Reserven bei Sitzverlegung in die Schweiz mit anschliessender steuerwirksamer Abschreibung. Insbesondere auch relevant für bisherige Prinzipalgesellschaften
  • Ausdehnung der pauschalen Steueranrechnung: auf schweizerische Betriebsstätten ausländischer Unternehmen
  • Einschränkung des Kapitaleinlageprinzips: für Unternehmen die an der schweizerischen Börse kotiert sind
  • Anpassung bei der Transponierung: Der Gewinn aus dem Verkauf von Aktien von unter 5% an einer selbst beherrschten Gesellschaft ist neu nicht steuerfrei (Aufhebung der 5% Grenze)
  • Erhöhung Kantonsanteil an der Bundessteuer: Der Anteil der Kantone an der Bundessteuer wird von 17% auf 21.2% erhöht

Parallel zur Steuerreform wurde mit dem STAF-Paket die Finanzierung der AHV von jährlich CHF 2 Milliarden (davon 800 Millionen aus Bundeskasse und 1.2 Milliarden von den Unternehmen und Versicherten) gutgeheissen.

Reduktion Gewinnsteuersatz

Die Senkung kantonaler Gewinnsteuersätze ist nicht Gegenstand der STAF. Als Reaktion auf die Abschaffung der kantonalen Steuerprivilegien haben jedoch viele Kantone teilweise substanzielle Gewinnsteuersatzsenkungen vorgenommen oder planen dies in näherer Zukunft, womit die Gesamtsteuerbelastung inkl. Bundessteuer in den meisten Kantonen 12-14% betragen wird.

Fazit

Die am 1. Januar 2020 in Kraft tretenden Steuerreform verändert die Unternehmensbesteuerung in der Schweiz grundlegend. Die Steuerreform erreicht ihr Hauptziel indem sie die internationale Attraktivität der Schweiz bewahrt und gleichzeitig ein international anerkanntes Steuersystem schafft.

Die Reform stellt auch die grösste Änderung des Unternehmenssteuerrechts in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten dar, die praktisch jedes Unternehmen in der Schweiz betrifft. Steuerpflichtige sollten ihre Optionen umgehend analysieren und die notwendigen Vorkehrungen in Bezug auf den Übergang zu den neuen Vorschriften überprüfen, um Chancen zu wahren und Wettbewerbsnachteile zu vermeiden.

Weitere Informationen zu unseren nächsten Veranstaltungen finden Sie hier:

20. Mai EY TRAF Webcast: Registrierung (Englisch)

21. Mai EY Roundtable Basel (Deutsch)

24. Mai EY Tax Roundtable Zürich (Englisch)

11. Juni EY Tax Roundtable Genf (Englisch)

18. Juni Tax Law Event St. Gallen (Deutsch, auf Einladung)

18. Juni Mid-Market Event Zürich (Deutsch)


Swiss Corporate Tax Reform: Result of the federal vote

In the public vote on 19 May 2019, the Swiss voters approved the Federal Act on Tax Reform and AHV Financing (TRAF), which will already enter into force on 1 January 2020. With this tax reform, Switzerland implements an internationally accepted tax system and safeguards the appeal and competitiveness of Switzerland as a business location.

Abolishment of existing tax regimes

At cantonal level, the internationally no longer accepted tax privileges for holding, domiciliary and mixed companies will be abolished. Further, the practices applied at federal level relating to principal companies and Swiss Finance Branches will be abolished as well.

Old law step-up/two-rate model for privileged taxed companies

In parallel to the abolishment of the privileged tax regimes, mandatory transitional rules are implemented on the cantonal level for a smooth as possible transfer from the privileged tax status to the ordinary taxation (so-called two-rate model). Under these rules, built-in gains (incl. goodwill) generated under the framework of privileged taxation are subject to a reduced tax rate upon realization during a period of five years. The cantons may determine such reduced tax rate at their own discretion. The cantons may introduce this measure prior to enactment of TRAF – independently from the introduction of the other measures.

In many cantons, privileged taxed companies can choose to alternatively disclose their built-in gains (incl. goodwill) at the time of tax status change in a tax-free manner under the existing tax legislation. Depending on the canton, the stepped-up assets may then be amortized over a period of five to ten years or useful life for tax purposes (so-called “old law step-up”).

Patent box

The tax reform includes the introduction of a mandatory patent box on the cantonal level in accordance with OECD standards. Accordingly, qualifying profits from patents and equivalent rights will be taxed with a reduction of maximal 90% (so-called “scaling ratio”). Qualifying IP includes – amongst others – also foreign patents and equivalent rights such as protection certificates and topographies. Not included are – amongst others – copyrighted software, unless it is embedded in a patented product or patented abroad.

The patent box has already been implemented in many European countries and is internationally accepted by the EU and OECD, provided that the requirement of the so-called modified nexus approach is met. This approach requires that, for a significant proportion of IP income to qualify for benefits, a significant proportion of the actual R&D activities must be undertaken by the qualifying taxpayer itself and, accordingly, the taxpayer incurred qualifying R&D expenditures that gave rise to the IP income.

When applying the patent box, the profit qualifying for the patent box (so-called “box profit”) needs to be determined in a first step. In a second step, the box profit is multiplied with the so-called “scaling factor” of max. 90%, which results in the amount that can be reduced from the taxable profit. Accordingly, the patent box leads to a reduction of the taxable basis, which is then subject to tax at the ordinary tax rates.

The box profit consists of the residual IP profit, which is reduced based on the nexus ratio. When calculating the residual IP profit, the profit from a single product or, alternatively, the total profit of the company may serve as starting point. Thereof, all profit components not related to the qualifying IP are deducted. The remaining profit multiplied with the nexus ratio finally results in the box profit.

Prior to applying the patent box for the first time, R&D expenditures booked over the last 10 years are subject to ordinary corporate income tax (so-called “entry costs”). With other words, all expenditures related to the qualifying IP, which were deducted for tax purposes prior to the entry into the box, as well as potential deductions for R&D expenditures are added-back to the taxable profit. The cantons have room to apply smooth transitional regulations.

R&D super deduction

The cantons are entitled to grant at their own discretion an additional deduction for all R&D activities carried out in Switzerland (incl. contract R&D in Switzerland). This so-called “R&D super deduction” cannot exceed 50% of the commercially justified R&D expenses. For the sake of simplicity, the R&D super deduction is further limited to R&D personnel costs (incl. salaries and social security contributions). With an uplift of 35%, all other R&D costs shall be deemed compensated on a lump-sum basis.

In case the contractee already claims the R&D super deduction, the contract R&D company (i.e., contractor or supplier) cannot claim the R&D super deduction again.

Notional interest deduction

If the effective income tax burden in the cantonal capital is at least 18.03%, the respective canton may optionally allow an interest deduction on the equity. This requirement will probably only be met by the Canton of Zurich.

The notional interest deduction is calculated on the so-called surplus equity, which is the equity in excess of a certain minimal equity underlying the assets (core equity). Assets not included in the calculation of the surplus equity are participations, non-operating assets, patents or equivalent rights, stepped-up assets, and assets relating to transactions that give rise to un-justified tax savings.

The interest rate on surplus equity is based on the ten-year government bond yield (~0.1%) or on arm’s length interest rate in case of receivables from related parties. The notional interest deduction may reduce the tax rate by up to 7%. A draft of the corresponding ordinance for implementation was published on 10 April 2019.

Relief limitation

The patent box, R&D super deduction and notional interest deduction are subject to the overall cantonal income tax relief of 70%. If the canton permits a step-up under the old law, the corresponding depreciation is also subject to the overall relief of 70%. Cantons may provide for a lower relief.

Capital tax relief

Today some cantons already allow to credit the income tax of legal entities to the annual capital tax. With the implementation of the tax reform, the cantons are given additionally the possibility to reduce the taxable capital on patents and similar rights, qualifying participations and intra-group loans.

Adjustment in taxation of dividend income from qualifying participations

Dividend income of individuals from qualifying participations (i.e. participation of at least 10%) is currently partially exempt from income taxation to mitigate double taxation at the shareholder level. At the federal level, the taxation rate increases from 50% (business investments) and 60% (private investments) respectively to a standard rate of 70%. At the cantonal level, there is a harmonization of the relief method and an introduction of a minimum taxation rate of 50% (rate at discretion of cantons). The adjustment at the level of the shareholder is directly related to the expected corporate income tax rate reduction.

Additional measures

  • Migration step-up: Tax-free disclosure of hidden reserves in case of migration to Switzerland with subsequent depreciation for tax purposes. In particular relevant for principal companies.
  • Extension of the flat-rate tax credits: on foreign companies’ Swiss permanent establishments
  • Adjustments of the capital contribution principle: for Swiss-listed companies
  • Adjustment of transposition: The capital gain from the sale of shares of less than 5% to a self-controlled company is no longer tax-free (5% limit no longer applicable)
  • Increase in canton’s share in the federal direct tax: The canton’s share in the federal income tax is increased from 17% to 21.2%.

Parallel to the tax reform, the Swiss voters approved the additional AHV Financing of CHF 2 billion annually (of which CHF 800 million from the federal treasury and CHF 1.2 billion from companies and insured persons).

Reduction of income tax rates

The reduction of cantonal income tax rates is not directly covered by the TRAF. As a reaction to the abolition of the cantonal tax privileges, many cantons made substantial reductions in income tax rates or are planning to do so in the near future. Thus, the total tax burden, including federal tax, will amount to 12% to 14% in most relevant cantons.

Conclusion

The tax reform that will enter into force on 1 January 2020 will fundamentally change the corporate taxation in Switzerland. The tax reform achieves its main goal by securing the international attractiveness of Switzerland and at the same time restoring international acceptance of the Swiss tax system.

In addition, the tax reform brings an unprecedented change to the Swiss corporate tax landscape and nearly all companies are affected by the most significant overhaul of the Swiss tax system in decades. The implementation period is short and the impact of the reform on taxpayers needs to be reviewed now. Taxpayers should therefore now analyze their options and implement the necessary arrangements for the transition to the new rules to benefit opportunities and avoid competitive disadvantages.

Further information about our upcoming events can be found here:

20 May EY TRAF Webcast: Registration (English)

21 May EY Roundtable Basel (German)

24 May EY Tax Roundtable Zurich (English)

11 June EY Tax Roundtable Geneva (English)

18 June Tax Law Event St. Gallen (German, upon invitation)

18 June Mid-Market Event Zurich (German)


Réforme fiscale: résultat du vote

A l’occasion de la votation populaire du 19 mai 2019, les votants suisses ont approuvé la loi fédérale relative à la réforme fiscale et au financement de l’AVS (RFFA), laquelle devrait entrer en vigueur au 1er janvier 2020. Avec cette réforme, la Suisse introduit un système fiscal accepté sur le plan international et maintient l’attractivité et la compétitivité fiscale de la Suisse en tant que place économique.

La réforme fiscale apporte en particulier les changements suivants :

Abolition des statuts fiscaux spéciaux et des pratiques fiscales privilégiées

Au niveau cantonal, la RFFA entraîne la suppression des statuts fiscaux spéciaux (Holding, de base, de domicile) qui ne sont plus acceptés sur le plan international. En outre, les pratiques appliquées au niveau fédéral en lien avec les sociétés principales et les Swiss Finance Branch seront également abolies.

Step-up selon l’ancien droit / modèle à deux taux pour les sociétés imposées de manière privilégiée :

Parallèlement à l’abolition des statuts fiscaux privilégiés, des dispositions transitoires en douceur sont mises en œuvre au niveau cantonal pour le passage de l’imposition selon un statut fiscal privilégié à une imposition ordinaire (modèle dit à deux taux). En application de ces dispositions, les réserves latentes (incluant le goodwill) générés durant l’application d’une imposition privilégiée sont sujettes à un taux réduit lors de leur réalisation durant un délai de cinq ans. Les cantons sont libres de fixer ce taux réduit.  Les cantons sont également libres de mettre en œuvre cette mesure avant l’entrée en vigueur de la RFFA, indépendamment de l’introduction des autres mesures.

Dans de nombreux cantons, les sociétés bénéficiant d’un statut fiscal privilégié peuvent alternativement choisir de déclarer leurs réserves latentes (incluant le goodwill) au moment du changement de statut fiscal de manière fiscalement neutre en application de la législation fiscale en vigueur. Selon les cantons, les actifs ayant fait l’objet du step-up peuvent ensuite être amortis durant une période de cinq à dix ans (step-up dit selon l’ancien droit).

Patent box

La réforme fiscale comprend également l’introduction obligatoire de la Patent box au niveau cantonal en accord avec les standards OCDE. En conséquence, les revenus éligibles provenant de brevets et autres droits comparables seront imposés avec une réduction d’un maximum de 90% (ratio de mise à l’échelle). Les droits de PI éligibles comprennent – entre autres – les brevets étrangers et autres droits comparables telle que la protection des certificats et topographies. Ne sont pas inclus – entre autres – les logiciels copyrights, à moins qu’ils ne soient incorporés dans un produit breveté ou breveté à l’étranger.

La Patent box a d’ores et déjà été implémentée dans de nombreux pays européens et est acceptée sur le plan international par l’UE et l’OCDE, pour autant que les conditions requises de l’approche dite du nexus modifié sont réalisées. Les revenus éligibles ne peuvent bénéficier de la Patent box que proportionnellement aux dépenses courantes de R&D entreprises par le contribuable, lesquelles ont généré un revenu de PI.

Lors de l’application de la Patent box, les revenus éligibles pour la Patent box (appelé profit box) doivent dans un premier temps être déterminés. Dans un second temps, la profit box est multipliée par le ratio de mise à l’échelle d’un maximum de 90%, déterminant ainsi le montant pouvant faire l’objet d’une déduction du bénéfice imposable. En conséquence, le patent box conduit à une réduction de la base imposable, laquelle est ensuite sujette à l’impôt aux taux ordinaires.

La profit box représente le revenu résiduel de la PI, lequel est réduit sur la base du ratio nexus. Lors du calcul du revenu résiduel de la PI, le revenu généré par un seul produit ou, alternativement, l’ensemble des revenus de la société peuvent servir comme point de départ. Ainsi, tous les composants du revenu non reliés aux droits de PI éligibles sont déductibles. Les revenus restants multipliés par le ratio nexus représentent ainsi la box profit.

Préalablement à la première demande pour bénéficier de la Patent box, les dépenses de R&D comptabilisées durant les dix dernières années sont sujettes à une imposition ordinaire sur le bénéfice (appelé coûts d’entrée). En d’autres termes, toutes les dépenses en lien avec les droits de PI éligibles, lesquels étaient déductibles fiscalement avant l’entrée en vigueur de la Box, tout comme les déductions potentielles pour les frais de R&D, sont ajoutés au bénéfice imposable. Les cantons ont la possibilité d’introduire des règles transitoires plus en douceur.

Super-déduction pour les frais de R&D

Les cantons ont la possibilité d’accorder, à leur convenance, une déduction supplémentaire pour toutes les activités de R&D menées en Suisse (comprenant les contrats de R&D en Suisse). Cette Super-déduction ne peut excéder 50% des frais de R&D justifiés commercialement. A des fins de simplicité, la Super-déduction pour les frais de R&D est également limitée aux coûts de personnel (comprenant les salaires et contributions aux charges sociales). Avec une augmentation de 35%, tous les autres frais de R&D devront être compensés sur une base forfaitaire.

Dans le cas d’un entrepreneur prétendant d’ores et déjà à la Super-déduction pour les frais de R&D, la société contractante (c’est-à-dire le mandataire ou sous-traitant) ne peut prétendre également à la Super-déduction pour frais de R&D.

Déduction pour intérêts notionnels

Si la charge fiscale effective pour l’impôt sur le bénéfice dans le chef-lieu cantonal est d’au moins 18.03%, le canton concerné peut facultativement permettre la déduction d’un intérêt sur le capital. Cette condition sera probablement uniquement réalisée dans le canton de Zürich.

La déduction pour intérêts notionnels est calculée sur le capital propre dit de sécurité, c’est-à-dire la partie du capital propre qui excède un autofinancement moyen défini de manière appropriée. Les actifs non-inclus dans le calcul du surplus de capital sont les participations, les actifs non liés à l’exploitation, les brevets et droits comparables, les actifs bénéficiant du step-up ainsi que les actifs en lien avec des transactions ayant conduit à des économies d’impôts injustifiées.

Le taux d’intérêt sur le surplus de capital est basé sur un rendement d’obligations à dix ans (env. 0.1%) ou sur un taux d’intérêt respectant le principe de libre concurrence dans le cas de créances de parties affiliées. La déduction pour intérêts notionnels devrait réduire le taux d’imposition jusqu’à 7%. Un projet d’ordonnance pour la mise en œuvre a été publié en date du 10 avril 2019.

Limitation des allègements

La patent box, la Super-déduction pour les frais de R&D ainsi que la déduction pour intérêts notionnels sont sujets à une limitation générale de 70% pour l’impôt sur le bénéfice. Si les cantons admettent un step-up selon l’ancien droit, l’amortissement correspondant est également sujet à la limitation globale de 70%. Les cantons peuvent prévoir un allégement plus faible.

Allègement pour l’impôt sur le capital

A ce jour, certains cantons permettent déjà l’imputation de l’impôt sur le bénéfice sur l’impôt sur le capital des sociétés. Avec la mise en œuvre de la réforme, il est donné aux cantons la possibilité supplémentaire de réduire le capital imposable relatif aux brevets et autres droits comparables, aux participations qualifiées ainsi qu’aux prêts intra-groupes.

Ajustement de l’imposition des rendements de participations pour les participations qualifiées

Les rendements de participations pour les participations qualifiées (c’est-à-dire une participation d’au moins 10%) sont actuellement partiellement exonérés de l’impôt sur le revenu afin d’atténuer la double imposition au niveau de l’actionnaire. Au niveau fédéral, le taux d’imposition augmente de 50% (participations comprises dans la fortune commerciale) et 60% (participations comprises dans la fortune privée) à un taux global de 70%. Au niveau cantonal, il y a une harmonisation de la méthode d’allégement et l’introduction d’une imposition minimum de 50% (taux librement déterminable par les cantons). L’ajustement au niveau de l’actionnaire est directement lié avec la diminution attendue de l’impôt sur le bénéfice des sociétés.

Mesures supplémentaires

  • Step-up en cas d’immigration : Déclaration fiscalement neutre des réserves latentes dans le cas d’une migration vers la Suisse avec amortissements fiscaux ultérieurs. Particulièrement pertinent pour les sociétés principales.
  • Extension des crédits d’impôts forfaitaires : Pour les établissements stables suisses de sociétés étrangères.
  • Ajustement du principe de l’apport en capital : Pour les sociétés suisses cotées.
  • Ajustement de la transposition : Le gain en capital provenant de la vente de participations de moins de 5% à une société contrôlée n’est à présent plus neutre fiscalement (limite de 5% plus applicable)
  • Augmentation de la part cantonale à l’impôt fédéral direct : La part cantonale à l’impôt fédéral direct est augmentée de 17% à 21.2%.

Parallèlement à la réforme fiscale, les votants suisses ont approuvé le financement additionnel de l’AVS pour un montant de CHF 2 milliards par année (dont CHF 800 millions proviennent du trésor fédéral et CHF 1.2 milliards proviennent des entreprises et personnes assurées).

Réduction des taux d’impôts sur le bénéfice

La réduction des taux d’impôts sur le bénéfice n’est pas directement couverte par la RFFA. En réaction à l’abolition des statuts fiscaux privilégiés, de nombreux cantons ont procédé à des réductions substantielles des taux d’impôts sur le bénéfice ou ont planifié de le faire dans un futur proche. Ainsi, la charge fiscale totale, incluant l’impôt fédéral direct, devrait se situer entre 12% et 14% pour la plupart des cantons.

Conclusion

La réforme fiscale qui devrait entrer en vigueur au 1er janvier 2020 modifiera fondamentalement la fiscalité des entreprises en Suisse. La réforme atteint ainsi son principal objectif en assurant l’attractivité internationale de la Suisse et en même temps, en rétablissant l’acceptation internationale du système fiscal suisse.

En outre, la réforme fiscale apporte un changement sans précédents au paysage de la fiscalité des entreprises en Suisse. Cette réforme apporte ainsi un changement sans précédent au paysage fiscal suisse et pratiquement l’ensemble des sociétés sont affectées par la plus significative refonte du système fiscal suisse des dernières décennies. La période d’implémentation est courte et l’impact de la réforme sur les contribuables doit être analysé dès maintenant. Les contribuables devraient par conséquent analyser dès à présent leurs options et mettre en œuvre, si nécessaire, les mesures pour une transition vers les nouvelles dispositions afin de bénéficier des opportunités et d’éviter les désavantages concurrentiels.

Des informations additionnelles sur nos évènements à venir sont disponibles ici :

20 mai EY TRAF Webcast: Registration (anglais)

21 mai EY Roundtable Basel (allemand)

24 mai EY Tax Roundtable Zurich (anglais)

11 juin EY Tax Roundtable Genève (anglais)

18 juin Tax Law Event St. Gall (allemand, sur invitation)

18 June Mid-Market Event Zurich (allemand)